Erklärung der Ines Skala
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Damit
bei Störfällen in Kernanlagen oder beim Umgang mit radioaktivem
Material die Öffentlichkeit schnell und verständlich informiert werden
kann, wurde die Interrnationale Störfallbewertungsskala INES erschaffen.
(International Nuclear and Radiological Event Scale). Sie wird weltweit
verwendet und umfasst sieben Stufen.

Je
höher die Stufe, desto schwerwiegender der Vorfall. Stufe 1 beschreibt
Abweichungen vom Normalbetrieb, die kein Eingreifen von
Sicherheitssystemen erfordern, aber Mängel in der Sicherheitskultur
aufzeigen. Stufe 7 beschreibt einen schwerwiegenden Unfall mit weit
reichenden Folgen für Gesundheit und Umwelt.
Die nationalen
Aufsichtsbehörden überwachen das einwandfreie Funktionieren der
Kernanlagen ständig. Selbst Vorkommnisse, die ohne Bedeutung für die
Sicherheit sind und deshalb unterhalb der Stufe 1 liegen, müssen
gemeldet werden und werden auf der Stufe "0" klassiert. In der Schweiz
legt das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinskektorat (ENSI), die
definitive INES-Klassierung eines Vorkommnisses fest.
Vorkommnisse
der INES-Stufe 1 kommen in der Schweiz hin und wieder vor. Vorkommnisse
der Stufe 2 – Zwischenfälle mit Versagen von Sicherheitseinrichtungen,
aber noch genügend Sicherheitsreserven, um auch mit zusätzlichen Fehlern
fertig zu werden – sind in westlichen Kernkraftwerken bereits sehr
selten. Seit der offiziellen Einführung der INES-Skala im Jahr 1992 ist
die Stufe 2 in den Schweizer Kernkraftwerken (KKW) erst einmal
aufgetreten.
Der Unfall im unterirdischen Versuchsreaktor in
Lucens (Kanton Waadt) im Jahr 1969 würde heute wahrscheinlich mit der
INES-Stufe 4 belegt. Der schwerwiegende Unfall, der sich 1986 im damals
noch sowjetischen Atomkraftwerk (AKW) Tschernobyl ereignete, wurde von
der IAEA nachträglich der INES-Stufe 7 zugeordnet; der Unfall mit
Reaktorschaden 1979 im amerikanischen Kernkraftwerk Three Mile Island
der Stufe 5.